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Mittwoch, 20. Juni 2018

MMM - Mottotag Jumpsuit 2018

Mottotag Jumpsuit - ich bin dabei! Und das mit einem für meine Verhältnisse wild gemusterten Teil aus diesem Stoff:




Zu Beginn hatte ich die Idee, von diesem Burdaschnitt die Hose





mit dem Oberteil dieses Kleides zu kombinieren





Oder alternativ diesen Schnitt  aus "Meine Nähmode" 03/2017 zu verwenden, den man wahlweise als Kleid oder Overall und mit zwei verschiedenen Oberteilvarianten nähen kann.



Und dieser Schnitt mit dem gerafften Oberteil hat auch schließlich das Rennen gemacht:



Vorderteil



Rückenteil



Genäht habe ich Größe M (40/42). 




Man steigt über das Oberteil in den Jumpsuit. Das Oberteil wird mit einem Band gerafft und zusammengehalten. Damit es nicht beliebig hin und her rutschen kann, ist es an der hinteren Mitte an den beiden Rückenteilen festgenäht. In der Taille gibt es einen Tunneldurchzug mit Gummi - sehr bequem - und ich habe noch einen Stoffgürtel genäht, den ich dann für die Fotos glatt vergessen habe ;-)



Der Stoff ist ein schön fallender Poly...irgendwas, der sich aber sehr angenehm trägt. 
Für "drunter" wollte ich mir eigentlich einen trägerlosen BH zulegen, aber nachdem ich mich durch ganze Sortimente durchprobiert hatte und ich die Dinger einfach immer noch unbequem fand, habe ich mich einfach für eines meiner farbigen Modelle entschieden. Mich stört es nicht, wenn eine bisschen Träger zu sehen ist.



Was soll ich sage - mein Jumpsuit macht mir gute Laune :-)



Er lässt mich an Sommer, Sonne, entspannte Urlaubstage und vielleicht das eine oder andere Tänzchen an einem schönen Sommerabend denken.

Und nun tänzele ich mal rüber zum Memademittwoch-Mottotag und freue mich auf viele schöne Jumpsuit-Modelle.

Danke, liebes Memademittwoch-Team, für die schöne Idee!!!

Viele Grüße
Friedalene

Samstag, 9. Juni 2018

Pyjamaparty

Nachdem ich in den letzten Monaten Pyjamas für Mann, Sohn und Freundin genäht habe, habe ich mich nun selber mit einem beschenkt. Genäht habe ich einen Schnitt von Butterick - Lisette B 6296. Mein erster Butterick-Schnitt. Beim Maß nehmen lag ich bei Brustweite, Taille und Hüfte schön verteilt über 3 Größen. Ich habe mich für Größe 16 entschieden. 
Beim nächsten Mal könnte ich für Oberteile den Schnitt gut eine Nummer kleiner nehmen.



Den Stoff habe ich spontan mal im Kaufhaus vor Ort mitgenommen. Ein schöner Baumwollstoff. Er hätte nicht ganz für den Zuschnitt des Pyjamas gereicht, daher habe ich mit weißen Stoffen ergänzt. Dafür habe ich alte Paradekissen meiner Oma verwendet - also ein bisschen Upcycling am Rande.


Ich habe Spitzen abgeschnitten. Die dann anstatt der Belege an die Hosenbeine und die Ärmel kamen.




Und für die Taschen den vorhandenen, bereits genähten Rand gleich mitgenutzt.




Auch für Beleg und Kragen wurden die alten Kissen zerschnitten.



Und witzigerweise hat der Stoff für den Kragen fast genau die gleichen Blüten als Stickmotiv wie auf dem Stoff aufgedruckt sind - ein schöner Zufall :)



Bei den Knöpfen hatte ich Auswahl - ein Teil war aus meiner Sammlung, ein Teil stammt noch von meiner Oma. 



Letztlich habe ich mich für Omas Knöpfe entschieden.


Er hat schon ein bisschen was altmodisches, mein neuer Pyjama.



Und ich schaue mit einem Augenzwinkern auf mein Werk ;)


Ich hatte großen Spaß beim Nähen und an dem fertigen Stück :-)

Viele Grüße
Friedalene


Mittwoch, 6. Juni 2018

MMM - Tüpfchenbluse aus Batist

Endlich habe ich es mal wieder geschafft - Memademittwoch! Ich freue mich, dass ihr noch "online" seid, nachdem so viele Bloggerinnen irgendwie verschwunden sind, weil die Datenschutzverordnung für Verunsicherung gesorgt hat.

Aber nun zur Bluse:
Ich habe eine Schwäche für Batist - zart und leicht und so unglaublich angenehm zu tragen.

Den Tüpfchenbatist habe ich vor ein paar Jahren auf dem Stoffmarkt entdeckt und jetzt für Modell 117 der Burdastyle 09/2017 verwendet.

Genäht habe ich in Größe 40 mit ein paar kleineren Änderungen. Den Kragen, den man separat dazu nähen könnte, habe ich weggelassen. Auch auf die Manschetten habe ich verzichtet. Ich finde sie optisch wirklich schön, im (Büro-)Alltag aber unpraktisch. Ich habe mich für einen ganz schlichten Saum als Abschluß der Ärmel entschieden. Der Volant am Ausschnitt ist für mich Schmuck genug und gefällt mir auch als Hingucker der Bluse.


Als Verschluss dient eine selbstgemachte Garnschlaufe und ein Knopf aus der Nähschatulle meiner Oma, der witzigerweise genau den richtigen Farbton hatte.



Die Bluse trage ich unheimlich gerne. Sie lässt sich gut kombinieren. 



Für die Nähte habe ich übrigens wieder französische Nähte verwendet. Das gibt bei diesen zarten Stoffen einfach das schönste Ergebnis.





Der Volant wird bei Burda nur mit engem Zickzack versäubert. Ich habe die Nahtzugabe umgebügelt, schmal abgesteppt. Die Nahtzugabe an der Naht entlang schmal abgeschnitten und nochmals umgenäht. Der Stoff dehnt sich beim Nähen nochmals an der Rundung. Ein netter, hier durchaus erwünschter Nebeneffekt, der den Schwung des Volants noch unterstützt.



Bei einem Batist wie meinem hätte die Lösung von Burda dazu geführt, dass die Kante mit der Zeit ausfranst oder Fädchen zieht. Eine Versäuberung mit Zickzackstich macht hier aus meiner Sicht nur Sinn, wenn ich dichter gewebte Stoffe verwende. 

Ein schöner Schnitt, den ich auf jeden Fall empfehlen kann.

Und zum Schluss noch ein Bild vom Blütenkleid, bei dem ja leider, leider die Ärmel zwar schön aussahen, aber weniger angenehm zu tragen waren: ich konnte kaum die Arme heben (ich hatte es ja in meinem Post geschildert). Ich habe die Ärmel rausgetrennt und stattdessen die eine Einfassung mit Bündchenstoff genäht:



Allerdings werden das Kleid und ich nicht so wirklich Freunde. Ich fühle mich in dem Tulpenrock nicht wohl. Irgendwie habe ich die ganze Zeit das Gefühl, dass da der meiste Stoff an Stellen sitzt, die ich nicht betonen möchte. Aber auch solche Erfahrungen gehören zum Nähen - manchmal muss man eine Schnittform eben erst mal ausprobieren, um zu erkennen, dass sie nichts für einen ist.

Nun wünsche ich euch allen eine schöne, sonnige Woche mit vielen neuen Nähideen!

Viele Grüße
Friedalene

Samstag, 26. Mai 2018

Herrenweste - Fertig!

Sie ist fertig - die Weste für meinen Mann.



Ich muss sagen, sie hat mir richtig Freude gemacht beim Nähen.
Der Stoff ist toll - Leinen ist ein wunderbares Material und die Haptik gefällt mir einfach. 
Die Weste passt ohne größere Anpassungen richtig gut.


Aber das allerwichtigste überhaupt - sie gefällt meinem Mann :)



Über die Pattentaschen hatte ich ja schon ausführlich berichtet.


Ein kleiner Verarbeitungshinweis noch: Ich empfehle Einlage auf alle Vorderteile aufzubügeln. Burda sieht das nicht vor, aber die Einlage gibt einfach mehr Stabilität und trägt so zu einer guten Passform und Optik der Weste bei. Ich habe etwas zu spät daran gedacht, daher hat sich eine vordere Kante etwas geweitet. Aber vermutlich fällt das auch nur mir auf.



Viele Grüße und euch allen ein schönes, sonniges Wochenende.
Friedalene

Sonntag, 20. Mai 2018

Herrenweste aus Leinen - Modell 128 Burdastyle 09/2017

Ich nähe gerade für meinen Mann eine Weste aus Leinen. Die Stoffe gefallen mir unheimlich gut. Statt des klassischen Futters habe ich einen gemusterten Leinenstoff.

Kalle Kater wärmt schon mal die Schnittteile vor.
Mittlerweile bin ich bei meinem "Angstgegner" den Pattentaschen angekommen. 
Pattentaschen finde ich optisch super, aber das Nähen...

Ich bin da ein bisschen durch schlechte Erfahrungen geprägt, denn meine ersten Exemplare gingen total daneben. Mittlerweile sind mir schon schöne Taschen gelungen, aber sobald wieder mal das Nähen einer Pattentasche ansteht, schleiche ich darum herum und brauche viel Zeit. Ich zeichne alles extakt an - muss man ja, sonst wird es nix.

Auf diesem Stoff jedoch hat Schneiderkreide und Kopierpapier keine Chance, also wurde mit Faden markiert.



Die Paspelstreifen sind ziemlich schmal - nur 3 cm.



Burda näht erst die Paspelstreifen an - 7mm neben der Bruchkante.






Gewendet sieht das dann so aus.


Nun erst kommt bei Burda das Futter an die Paspelstreifen. Und das ist eine ziemliche Fummelei, denn, wie gesagt, die Streifen sind sehr schmal.

Deshalb habe ich bei der zweiten Pattentasche die Futterteile als erstes an die Paspelstreifen genäht.


Damit lässt sich ein besseres Ergebnis erzielen. Insbesondere bei einem Stoff, der so gern ausfranst wie meiner hier. Die Naht zwischen Paspel und Futterteil ist einfach schöner. Links Burda mit Gezuppel, rechts die alternative Variante:


Gut, innen sieht es keiner mehr, wenn die Weste gefüttert ist, aber bei diesen Details bin ich dann doch ehrgeizig.

Der Futterstoff blitzt an der fertigen Pattentasche ein kleines bisschen durch und weil ich ihn einfach so schön finde, gefällt mir das ausgesprochen gut:



Was Burda auch nicht erwähnt: Der obere Paspel verläuft über zwei recht dicke Nähte: Das sind die Ansatznähte des seitlichen Vorderteils. Die Nahtenden, die in den Paspel verlaufen, müsst ihr so gut es geht zurückschneiden, sonst bekommt ihr den Paspel nicht richtig umgelegt. Es hilft hier auch wirklich, sorgfältig zu bügeln.

Und so sieht das Vorderteil dann aus:


Ich wünsche euch allen noch ein schönes Pfingstwochenende!
Viele Grüße
Friedalene







Sonntag, 13. Mai 2018

DGSVO

Ich muss zugeben, dass ich mich erst spät mit dem Thema DGSVO beschäftigt habe. 

Nach anfänglicher Ratlosigkeit und nachdem ich ein paar rechtlich versierte Bekannte kontaktiert habe, bin ich aber für mich zu einem - vorläufigen - Ergebnis gekommen: 

Ich falle als private Bloggerin nicht unter die Regelungen der DGSVO. Ich habe meine Rubrik "Über mich" entsprechend ergänzt, um hierzu Klarheit zu schaffen. Ich schalte von mir aus keine Werbung, habe keine finanziellen Interessen, bin mit keinem Unternehmen in irgendeiner Art und Weise wirtschaftlich verbandelt. Ich sammle keine Daten. Wer bei mir einen Kommentar hinterlässt, tut das selbständig und im Wissen, was er da tut, und dass dieser Kommentar anschließend auf der Seite zu lesen sein wird.

Es handelt sich um einen reinen Hobby-Blog.

Aber, um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich mich an die zuständige Aufsichtsbehörde gewandt. Das ist für BW der LfDI, den man auch per Mail kontaktieren kann: https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/ihr-weg-zu-uns/#E-Mail-Versandt

Falls ich hier noch ergänzende Infos bekomme, werde ich sie euch auf dem Blog zur Verfügung stellen.

Ich wünsche uns allen, dass die Unsicherheit bald ein Ende hat und wir uns weiterhin im Kreis der Nähbegeisterten treffen und austauschen - denn mir macht das einfach ausgesprochen viel Freude!

Herzliche Grüße und euch allen ein schönes Wochenende! 

Friedalene 

Freitag, 4. Mai 2018

Blütenkleid - es hätte so schön sein können

Irgendwie hat das Bloggen in letzter Zeit nicht so recht in den Alltag gepasst. Auch zum Lesen oder Kommentieren bin ich irgendwie so gar nicht gekommen.

Aber ich habe einiges genäht: Eine Volantbluse und ein Wasserfallshirt, die ich ein anderes Mal zeige, und gerade vorhin ist das Blütenkleid fertig geworden. Dachte ich zumindest.

Es ist Modell 114 aus der BurdaStyle 05/2018. Genäht in Größe 40/42.
Ein paar kleine Anpassungen gabs: Etwas oberhalb der Taille gehe ich im Schnitt immer auf Größe 42. Ich brauche etwas mehr Stoff rund um die Hüften und kann so gut anpassen. Den Rücken habe ich insgesamt etwa 1,5 cm schmaler zugeschnitten. Die Schnittteile von Oberteil und Rock habe ich vor dem Zuschnitt entsprechend angepasst. 
Ich habe den Schnitt dazu mit dem des letzten Sommerkleides verglichen, bei dem ich einiges an Weite rausnehmen musste. 
Ich habe erst mal alles zusammengeheftet, einschließlich Reißverschluss und habe dann versucht, mich selbst im Spiegel von hinten zu fotografieren - leider waren Mann und Söhne nicht da, um zu helfen. Und ich war mit dem Zwischenergebnis echt zufrieden:



Problematisch finde ich am Schnitt folgendes: Im vorderen Rockteil werden nicht die Abnäher vom Oberteil weitergeführt, sondern zwei Falten gelegt. Das bauscht ganz schön vor dem Bauch. Wenn man dann noch die Bänder verknotet, kommt diese Stofffülle noch hinzu. Ich habe deshalb ein bisschen herumprobiert - Bänder hinten geknotet, vorne gekreuzt oder vielleicht kommen sie doch noch ganz ab...?

Im Moment sind sie noch dran. Zur Fixierung habe ich zwei passende Knöpfe aufgenäht.




Den Reißverschluss habe ich von Hand entlang der Kanten genäht. Ebenso sind die Säume von Hand im Blindstich genäht.




Ich wäre eigentlich fertig und mit dem Gesamteindruck auch ganz zufrieden.
Und nun kommt es, das große ABER:

Diese Ärmel sitzen wie angegossen. 



So lange man nicht versucht, die Arme zu bewegen. Sobald man das versucht, hat man das Gefühl, eine Zwangsjacke anzuhaben. Wirklich schlimm! Ich habe keine Ahnung, was da bei der Schnittkonstruktion schief gegangen ist.

Fakt ist, das Kleid ist so nicht tragbar, die Ärmel müssen raus. Vermutlich wird es eine ärmellose Variante. Ich überlege gerade noch wie ich die Armlöcher versäubere oder verstürze. Ich habe keinesfalls Lust, das Futter nochmals rauszutrennen und ehrlich gesagt, bin ich gerade ein kleines bisschen frustriert.

Vielleicht nehme ich die Bindebänder auch gleich raus, wenn ich schon an dem Kleid weiternähen muss.

Irgendwie muss ich es noch retten, denn um den Baumwollsatin täte es mich richtig leid.

Ich hoffe, bei euch läuft es an den Nähmaschinen besser!

Viele Grüße
Friedalene